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Bei der Arbeit

 

Chinesische Medizin

Die Chinesische Medizin ist im Laufe der Jahrtausende von vielen Strömungen anderer Länder und Religionen mehr oder weniger stark beeinflusst worden.

Sie wird seit über 5000 Jahren praktiziert und ist eine empirische, beobachtende Medizin, die in der Diagnose Zusammenhänge erkennt, aufdeckt und sie dann behandelt.

Jeder Mensch ist einmalig und folgt einem inneren Plan, der sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt: das ererbte Gut, (welches die Gene, aber auch die Quintessenz der Eltern und Ahnen darstellt), die Bestimmung (Ming: welchen Auftrag das Individuum in diesem Leben hat), die himmlische Natur (Xing: wie der Mensch sich natürlich und in diesem Sinne richtig in die Umwelt einpasst), der Charakter und die eigenen Gefühle.

Dieser innere Plan wird von äußeren Faktoren beeinflusst: dem Wetter, der Familie, dem Arbeitspatz, dem Land, in dem er oder sie geboren ist, dem Essen und natürlich anderen Menschen.
Daraus entsteht ein komplexes Geschehen. Solange der Mensch im Fluß ist und alle Faktoren in sein Leben integrieren kann, ist er gesund.

Krankheit entsteht immer dann, wenn es Unstimmigkeiten gibt. Das kann eine einfache Verkühlung sein: die Person hat sich nicht dem Klima entsprechend gekleidet und ist jetzt krank; sie kann aber auch entstehen, wenn es Schwierigkeiten mit komplexen Lebensthemen gibt. (z.B.: eine Patientin hat eine künstlerische Veranlagung, soll aber das Geschäft ihres Vaters übernehmen. Hier können innere Zerrissenheit solange körperliche oder psychische Symptome hervorrufen, bis sie eine Lösung gefunden hat, ihrer Veranlagung nachzugehen und trotzdem mit ihrem Vater Frieden zu schließen.)

Anhand von Zungenbetrachtung und Pulsfühlen, Befragung und Anschauen der betroffenen Person lassen sich Krankheitssymptome in Bilder zusammenfassen, die der Situation entsprechen. Das kann ein sogenanntes Syndrom sein ( das ist die Zusammenfassung verschiedener Symptome, die in der Chinesischen Medizin zusammen gehören), aber auch ein seelisches Problem darstellen. In der Regel ist beides der Fall.

Dieses Bild, welches die chinesische Diagnose ist, wird behandelt. Das kann mit Akupunktur, Moxibustion (Erwärmen bestimmter Akupunkturpunkte mit glühendem Beifußkraut), Massage, Qi Gong, speziellen `Diäten´ und
Verordnung von Heilpflanzen geschehen.

 

Drache